Presse

Auszug aus der VN vom 11. August 2016

Mit dem norwegischen Pianisten Tord Gustavsen begann das Festival Jazzbühne in Lech. Subtil elektronisch angehaucht, wurde die Qualität der jungen Reihe bestätigt, die sich mit dem Geiger Gjermund Larsen fortsetzte und in deren Rahmen nun der Trompeter Mathias Eick samt Ensemble in der Postgarage auftritt, in der sich akustisch wie optisch Atmosphäre zu entfalten vermag. Am 13. August ist dort das Trio der Pianistin Anat Fort zu Gast. FOTO: MOOSBRUGGER

Auszug aus der VN vom 10. August 2016

„Die Gemeinde Lech wird zunehmend zum Austragungsort mehr oder weniger exklusiver Festivals. Zwischen dem fünften Lech Classic Festival, das am Wochenende mit einem Wagner-Schwerpunkt zu Ende gegangen ist, und dem fünften LegeArtis-Festival vom 16. bis 24. September mit Konzerten und einem Wettbewerb hat sich nun auch der Jazz am Arlberg positioniert. Bereits im Vorjahr verzeichnete das erste Festival „Jazzbühne“ in Lech mit jeweils 130 Besuchern der drei Konzerte in der Postgarage großen Erfolg. Der rührige Verein unter Philip Waldhart hat heuer die zweite Saison vom 10. bis 13. August um einen vierten Abend verlängert und mit einem norwegischen Schwerpunkt versehen. Die meisten der exquisiten Künstler stammen aus dem „Stall“ des legendären Münchner ECM-Plattenchefs Manfred Eicher (73), dessen untrügliches Gespür für die Qualität von Musik jeder Art von vornherein eine Auszeichnung bedeutet. Der Star unter ihnen macht am 10. August den Anfang, der 1970 in Oslo geborene Pianist Tord Gustavsen, dessen Spiel die FAZ in einer Kritik „ein Wunder an Ausdruckskraft und musikalischer Delikatesse“ genannt hat. Auf seinem aktuellen Album „What was said“ erkundet er im Trio mit der hinreißend hauchigen deutsch-afghanischen Sängerin Simin Tander und dem Drummer Jarle Vespestad auf abenteuerlich unkonventionelle Weise die Tradition norwegischer Kirchenmusik. Am 11. August folgt der Geiger Gjermund Larsen mit seinem Trio, der bereits 2007 den New Artist Preis erhielt und daraufhin sein erstes Album mit Andreas Utnem, Piano/Harmonium, und Sondre Meisfjord, Kontrabass, aufnahm. „Reise“ ist die dritte Produktion dieses Trios mit einem eigenen Stil, der Elemente des Jazz, der Barockmusik und der nordischen Folklore verbindet.

Ein Senkrechtstarter

Als Topact wird von Fachleuten der Trompeter Mathias Eick gehandelt, der als Senkrechtstarter unter den norwegischen Jazzmusikern am 12. August auftritt. Er hat bei ECM stimmungsvolle, wunderschöne, perfekt musizierte Alben herausgebracht wie seine Produktion „Midwest“, in dem seine Trompete im Zwiegespräch mit der Violine von Gjermund Larsen eine erweiterte Dimension erreicht. In Norwegen spielt Eick auch total fetzigen Jazz und Rock. Den Abschluss bildet am 13. August das Trio der Pianistin Anat Fort, das sie 1999 zusammen mit dem Bassisten Gary Wang und dem Schlagzeuger Roland Schneider gründete und damit auf vielen internationalen Festivals abräumte. Das aktuelle ECM-Album „Birdwatching“ enthält die spannende Begegnung der Drei mit dem italienischen Klarinettenmeister Gianluigi Trovesi als „special guest“.


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JAZZ-STERNSTUNDEN GARANTIERT

Lech am Arlberg ist nun auch ein Brennpunkt für die Jazz-Szene

Am Sonntag, 16.08., endete die erste JAZZ-BÜHNE LECH, ein mehrtägiges Festival, das speziell Freunde dieser Musikrichtung anzieht!
Idee, Planung und Umsetzung stammen vom Lecher Sporthändler Philip Waldhart.
Zur Premiere, Donnerstag, 13.08., gelang es Waldhart einen richtigen Jazz-Star-Pianisten auf die Bühne in der Postgarage Lech zu bringen:
IIRO RANTALA zeigte sich in Hochform und begeisterte mit seinem Soloprogramm am FAZIOLI F212 das zahlreich erschienene, fachkundige Publikum.
Seine Improvisation auf die Goldberg-Variationen von J.S.Bach baute Brücken von Herz zu Herz.
Am Freitag, beim MARCIN WASILIEWSKI-Trio aus Polen, gemeinsam mit dem schwedischen Saxophonisten JOAKIM MILDER,
sprang erneut der „SPARK OF LIFE“ über. Der musikalische Bogen spannte sich bis zu ACTUAL PROOF von Herbie Hancock.
Großartig und viel bejubelt vom begeisterten Publikum.
Der Abend fand seinen intimen Ausklang im Meet-and-Greet mit den Künstlern am Jazz-Stammtisch im Hotel BERGHOF.
Auch wenn eine Steigerung nicht möglich schien: der Samstag mit dem BENEDIKT JAHNEL TRIO in der neuen Zusammensetzung stellte einen mehr als würdigen Abschluss
dieses neuen Festivals dar. Das heftig akklamierende Publikum fordert mehrere Zugaben, die zuletzt beim Standard My Romance endeten
Benedikt JAHNEL meint schließlich: „Getragen von der Begeisterung des Publikums gehen wir Künstler mit mehr Energie von der Bühne, als wir sie betreten hatten!“
Dieses Zitat zeigt den Zauber der Synergie zwischen Publikum und Musikern, der die Jazz Bühne Lech charakterisierte.

Resumée: Wer nicht dabei war, hat wirklich echte Sternstunden versäumt.
Zum Trost hat Philip Waldhart vertraulich verlauten lassen, dass die Organisatoren den Termin der 2. JAZZ-BÜHNE LECH, Anfang August 2016, bereits planen.
Unbedingt vormerken!!!